lach !…..doch ! ich wollte in meiner Jugendzeit Kindergärtner werden und hatte auch schon ein Praktikum dafür absolviert. Aber der Speditions-/Logistikberuf ist mit allen Höhen und Tiefen die man mitmacht, auch nach mittlerweile 32 Berufsjahren noch immer der ideale Job für mich.
Die Lkw-Maut ist völlig in Ordnung. Nur die daraus erzielten Mittel sollten ausschließlich für den Straßenbau verwendet werden und nicht für die Bahnsanierung oder den restlichen Bundeshaushalt verwendet werden. Derzeit landen nicht mal 50 % im Straßenbau.
Äußerst unglücklich ist in der jetzigen Wirtschaftssituation die ab 1.1.09 umgesetzte Mauterhöhung. Diese wird zu einem zusätzlichen Job-Verlust im Transportgewerbe führen und sollte zumindest bis Ende dieses Jahres ausgesetzt werden.
Ich bin für Autobahnmaut für alle, auch Privat-Pkw. Dadurch erhält das Transit-Land Deutschland zusätzliche Einnahmen. Die Maut ist ja in vielen europäischen Ländern üblich. Siehe Italien,Frankreich oder Österreich. Als Ausgleich für die Bundesbürger kann man im Gegenzug die Kfz-Steuer nach unten anpassen.
Wir Speditionsunternehmen profitieren von der EU-Erweiterung. Beispielsweise können wir an unserem Standort in Vodnany/CZ in dem Bereich des neues Geschäftsfeldes Packaging zusätzliche Neugeschäfte abwickeln. Beispielsweise Verpackungstätigkeiten für MARS, Black & Decker oder Reber ( Mozartkugeln ), um nur einige zu nennen. Ich als Privatmann sehe die EU-Erweiterung ebenfalls als gut an. Allein durch das Schengener Abkommen ist der Wegfall der Grenzkontrollen positiv. Ein richtiges Zusammenwachsen der EU ähnlich wie die USA wird aber wohl noch einige Jahrzehnte dauern.
In der Speditionsbranche erwartet man ein Minus von ca. 25 % an Sendungen. Wer hier nicht seine “Hausaufgaben” macht, wird die Krise nicht überstehen. Ein gutes Controlling ist sehr wichtig. Ebenso nicht jeden Dumpingpreis mitgehen, sondern auch mal ” nein ” sagen. Auch das Forderungsmanagement ist ein wichtiges Instrument um die Zahlungsausfälle von den in die Insolvenz rutschenden Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Einige Speditionsunternehmen und noch mehr Fuhrunternehmen werden dieses Jahr leider nicht überstehen. Aber wir wollen nicht zu schwarz malen und hoffen auf einen Aufschwung für Deutschland.
Hierzu ein Statement abzugeben ist als Außenstehender nicht möglich. Hr. Reih von Logistix hat ja bereits selber das zu schnelle Wachstum und die Mautbelastungen durch den Staat angegeben. Ich wünsche der Firma Logistix wieder auf die Beine zu kommen.
Viele dieser Maßnahmen zielen ja in die Infrastruktur ab. Konkrete Hilfe für das Speditionsgewerbe wären Mautaussetzung, Steuererleichterung beim Diesel, sowie eine deutlichere Absenkung der Lohnnebenkosten. So könnten manche der angeschlagenen Unternehmen die Pleite noch vermeiden.
Mittlere Reife sollte es schon sein. Alles andere wird in der Ausbildung vermittelt. Aufgeschlossene junge Menschen werden Spaß an diesem Beruf haben, da es keine Eintönigkeit gibt.