Gestern fand in Passau und anderen niederbayerischen Orten der tradidionelle politische Aschermittwoch statt. Die CSU ist dabei in der Dreiländerhalle vor 6000 Anhängern sehr selbstbewusst aufgetreten. “Die CSU lebt. Die CSU ist wieder da.” rief ihnen Seehofer bei seiner 80-minütigen Rede zu. Seine Partei habe von den Lehren aus dem letzten Wahlergebnis gezogen und daraus gelernt. Neue Weichenstellungen seinen vorgenommen worden. Der Ministerpräsident war zwar gesundheitlich etwas angeschlagen hielt seine Rede aber tapfer durch und bestach vor allem mit Witz und Kompetenz. Die einhelige Meinung über Seehofers ersten Auftritt als Hauptredner des politischen Aschermittwochs war “Besser als Beckstein, aber noch nicht ganz so gut wie Stoiber“. Er attackierte zwar, wie es sich schon fast gehört, die politischen Gegner, regte aber gleichzeitig ein überparteiliches Bündnis zur aktuellen Krisenbewältigung an. Also alles in allem eine doch relativ “brave” Rede, da hatte man von Strauß und auch Stoiber schon ganz andere Brandreden erlebt.
Die SPD hingegen, die vor nur etwa 400 Besuchern in Vilshofen auftrat, warf Seehofer Unglaubwürdigkeit im Umgang mit den Linken vor – das müssen gerade die SPDler sagen
Die FDP, Grüne und Linke warfen der großen Koalition insgesamt vor, nicht die richtigen Antworten auf die Krise gefunden zu haben. FDP-Chef Guido Westerwelle warnte die große Koalition deutlich vor “dem Marsch in den Sozialismus”.
Respekt für Herrn Seehofer. ich war selber vor Ort bei der Veranstaltung in der Dreiländerhalle und muss sagen das Horst Seehofer eine brillante Rede gehalten hat. Klar waren auch Schüsse gegen die anderen Parteien dabei, vor gegen die Linken (völlig berechtigt), aber dennoch war die Rede sachlich, klar und absolut kompetent. Nach Beckstein hat die CSU jetzt endlich wieder eine absolute Persönlichkeit an der Front.